„In diese Einfahrt passt gerade so ein VW-Bus“ meinte ich noch, aber Sebastian war sich seiner Sache sicher und hatte vorher im Internet die unterschiedlichen Fahrzeugbreiten verglichen. Er wusste, dass sein Tesla bei mir in die Einfahrt passt. Obwohl breiter als ein VW Bus.

Gut auch, dass er Flügeltüren hat. Jedoch hätte ich persönlich nicht einfach so den Kameras vertraut und einfach auf „Öffnen“ der Türen gedrückt. Sebastian vertraut der Technik aus dem Hause Musk. Die Türen machten tatsächlich genau das was sie sollten. Sie haben meine Hofeinfahrt mit Ihren Kameras kurz vermessen und haben sich dann genau asymmetrisch geöffnet, um  keinen Kontakt mit meiner  Hauswand herzustellen. Crazy.

Ich hatte Sebastian gebeten, mich einmal mit seinem Raumgleiter zu besuchen und auf eine Probefahrt mitzunehmen. Viel hatte ich gelesen aber wenig selbst erfahren. Amerikanische Verarbeitungsqualität, fahrendes I-Phone etc. blabla. Wer sich für Sebastians Erfahrungen mit seinem E-Mobil interessiert, sollte seinen YouTube Kanal abonnieren (Link wie immer ganz unten) und sich dort einmal die ungeschminkten Erfahrungen eines Teslafahrers  im Alltag anschauen. Inklusive Ketchup und Kettenschmiere auf weissem Leder. Sehr mutig! Wobei man erwähnen sollte, dass Sebastian so wie ich ein überzeugter Radfahrer ist und das Auto nicht verwendet, um Kurzstrecken damit zurückzulegen oder die Innenstadt zu verstopfen. Er benutzt das E-Auto für Urlaubsfahrten und gelegentliche unvermeidliche längere Fahrten. Oder einfach nur zum Spass. Yeah, gutes Stichwort.

Ich musste dann wirklich die ganze Zeit grinsen, weil ich als alter Sci-Fi Nerd dieses elektrische Raumgleiter Feeling natürlich total klasse fand. Sebastians Modell X hat die kleinste Motorisierung. Er hat sein Geld lieber für den grösseren Akku ausgegeben, sehr schlau. Die Beschleunigung seines Teslas liegt somit nur auf dem Niveau des neuen  Model 3 (Volkstesla genannt). Lediglich 5 sec auf 100km/h. Sagte ich lediglich? Mich hat es derart in die Sitze gepresst, so als ob der Rasende Falke gerade zum Sprung in den Hyperraum ansetzt und mit 11 Parsec nach Alderan fliegt. Wahnsinn, mehr braucht definitiv kein Mensch. Alles andere ist in meinen Augen pures PS-Geprotze.

Zur Verarbeitung kann ich nur sagen: Alles ganz normal, wie bei einem heutigen Auto. Ich weiß wirklich nicht was die Leute wollen? Ist es Neid? Wenn ich mit der Lupe um Ihren Audi laufe (mach ich aber nicht!), kann ich bestimmt auch Details finden die angeblich von schlechter Verarbeitung zeugen. Also ich fand alles absolut normal und so, wie es bei einem modernen Auto zu sein hat. Im übrigen ist ein Auto auch nur ein Gebrauchsgegenstand. Und das ist der Tesla vorzüglich. Man kann darin ausgestreckt schlafen, er hat zwei Kofferräume und sogar eine Anhängerkupplung.

Das grosse iPad ist allerdings sehr geil, wenn man den iPads mag. Jeder der jetzt schon ein Navi im Alltag benutzt, hat sich ja prinzipiell mit der Benutzung eines Bildschirms während der Fahrt angefreundet. Warum dann nicht in höchster Auflösung? Google Maps in Satellitenansicht ist einfach sehr gelungen. Aber das muss nicht jeder mögen. Ich fand es gut.

Wir sind dann zum nächsten Supercharger gefahren und haben uns an der gegnüberliegenden Tankstelle (welch ein Hohn) eine Cola gekauft. In der Zwischenzeit hat das Auto mit 350 Kilomter pro Stunde die Batterie vollgepumpt. So die Anzeige auf dem Display. Über die kostenlose Nutzung von Superchargern auf einer Urlaubsreise von Darmstadt nach Ibiza mit dem E-Auto (inkl. Fähre), könnt ihr alles im oben erwähnten YouTube Channel von Sebastian erfahren.  Um es vorwegzunehmen: Es geht genau so wie mit einem Verbrenner Auto auch. In einer halben Stunde (also die normale Zwangspause beim Auto fahren) lädt man ca 250Km nach.

Danach ging dann wieder heim nach Darmstadt und die sehr kurzweilige Testfahrt war schon wieder vorbei. Ich für meinen Teil war sehr angenehm überrascht und fand die Vorstellung sehr gelungen.

Sebastian macht mit seinem Mix aus Fahrrad und E-Auto meiner Meinung nach alles richtig, auch wenn der Tesla im Moment noch ein Luxusgegenstand ist, den sich nicht jeder leisten kann (oder will). Das Nutzungsverhalten macht den Unterschied, nicht der Besitz eines Autos!

In diesem Sinne: Ich bin dann mal laden.

Link aus diesem Beitrag:

Die Model-X Familie auf YouTube

 

In Musk we trust

Ein Gedanke zu „In Musk we trust

  • 12. September 2017 bei 20:32
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    und smiley für die 11 Parsec nach Alderan

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